Mazda Elektroauto | E-Auto | SUV | Range Extender | Wankel

Mazda Elektroauto – Alle Infos & News zum neuen E-Auto ab 2020

Mazda hat seine Elektrifizierungspläne konkretisiert. Das erste elektrische Modell der Marke soll 2020 auf den Markt kommen und optional über einen Wankelmotor als Range Extender verfügen. Dieser lädt die Batterie des Elektroantriebs während der Fahrt auf und erhöht so die Reichweite. Damit reagiert Mazda auf die Bedenken vieler Kunden bezüglich der Reichweite von elektrischen Fahrzeugen. In diesem Beitrag erfahren Sie, was es mit der Einführung des ersten elektrischen Modells auf sich hat, wie der „Wankel-Range-Extender“ genau funktioniert und wie das neue Modell aussehen soll.

Mazdas erstes Elektroauto kommt 2020 auf den Markt

Künftige Ziele: Senkung der CO2-Emissionen

Im Rahmen des langfristigen Entwicklungsprogramms plant Mazda, seine CO2-Emissionen zu reduzieren. Dabei soll der Fahrspaß mittels kompakter Elektrifizierungstechnologien und verfeinerten Verbrennungsmotoren unbedingt erhalten bleiben. Reine Elektrofahrzeuge sollen dabei vor allem in Regionen eingeführt werden, in denen ein hoher Anteil des Stroms mittels erneuerbarer Energien erzeugt wird oder bestimmte Fahrzeugtypen zur Verringerung der Luftverschmutzung eingeschränkt bzw. verboten werden. Bezüglich seiner langfristigen Ansprüche hat sich Mazda im Bereich der E-Mobilität folgende Ziele gesetzt:

Bis 2030 will Mazda die Elektrifizierung in allen produzierten Fahrzeugen einführen. Außerdem erwartet Mazda, dass bis dahin 95 Prozent aller produzierten Fahrzeuge von einer Kombination aus Verbrennungsmotoren und irgendeiner Form der Elektrifizierung und 5 Prozent mittels Batterien betrieben werden.

Bis zum Jahr 2050 will Mazda seine CO2-Emissionen im Vergleich zu 2010 um durchschnittlich 90 Prozent senken.

Erstes reines E-Auto von Mazda ab 2020

Doch wie will Mazda diese Ziele konkret erreichen? Im Jahr 2016 traf der Europa-Chef Jeffrey Guyton noch die Aussage, dass Technologien wie der Elektro- oder Hybridantrieb nicht generell abgelehnt werden. Mazda hat also erkannt, dass gerade auf lange Sicht eine Elektrifizierung nötig sein wird. Aktuell liegt der Fokus mit dem neuen Skyactiv-X-Motor aber noch darauf, Verbrennungsmotoren effizienter zu machen.

In einem Interview mit Automotive News Europe im Juni 2019 gab Mazdas CEO Akira Marumoto nun einen Einblick in die künftigen Pläne im Bereich der E-Automobilität. So antwortete er zum Beispiel auf die Frage, wie Mazda die strengeren Emissionsziele in Europa erreichen will, dass das erste batteriebetriebene Elektrofahrzeug im nächsten Jahr auf den Markt kommen soll. Darüber hinaus werden auch Plug-in-Hybridmodelle von 2021 oder 2022 vorgestellt. Die Ankündigung des ersten E-Autos von Mazda findet auf der Tokyo Motor Show am 23. Oktober 2019 statt. Damit hat Mazda die IAA 2019 in Frankfurt ignoriert und bewusst Japan als Ort für die Weltpremiere gewählt.

Bereits 2017 wurde der Plan angekündigt, gemeinsam mit Toyota und Denso Technologien für Elektrofahrzeuge zu entwickeln. Dieser hat bislang aber zu keinen konkreten Ergebnissen geführt. Der elektrische Mazda 2020 wird auf einer eigenen Mazda-Architektur basieren und ist demnach kein Ergebnis dieser Partnerschaft.

Für die Zukunft geht Mazda davon aus, dass Dieselmotoren bei kleinen und kompakten Fahrzeugen an Bedeutung verlieren. Bei größeren Modellen soll der effizienteste Antrieb aber eine Kombination aus Elektromotor und Diesel sein.

Range Extender und Wankel

Im Bereich der E-Autos will Mazda künftig zwei Varianten von batteriebetriebenen Fahrzeugen anbieten. Eine soll ausschließlich mittels Batterie und die andere mit einem zusätzlichen kleinen, leichten und außergewöhnlich leisen Kreiskolben-Motor, der als Range-Extender dient, betrieben werden. Ein solcher Reichweitenverlängerer soll die Batterie während der Fahrt laden und die Reichweite so erhöhen. Laut einer eingereichten Patentanmeldung könnte der Motor unter dem Kofferraumboden verbaut werden. Vibrationen und somit die Lautstärke lassen sich dadurch noch weiter senken. Mazda scheint also großes Interesse daran zu haben, den Range Extender ähnlich leise wie den Elektroantrieb zu machen. Dies könnte bei richtiger Umsetzung ein potenzielles Alleinstellungsmerkmal werden. Kreiskolben sind hierfür besonders gut geeignet, da sie selbst als Einscheibenmotoren verhältnismäßig vibrationsarm laufen.

Im Zusammenspiel mit der GVC-Plus-Fahrdynamikregelung soll sich der neue Mazda außerdem sauber und sportlich abgestimmt anfühlen. Sie sorgt ständig für eine satte Straßenlage – und das völlig unbemerkt. Die Dynamik wird zudem durch das verhältnismäßig geringe Gewicht der 35,5 kWh-Akkus verbessert. Mazda rechnet vor, dass die Co2-Bilanz größerer Batterien über der Bilanz von herkömmlichen Dieselfahrzeugen liegt. Damit sind die kleineren Batterien deutlich umweltschonender.

Mit dem Range Extender geht Mazda eigene Antriebswege. Vor einigen Jahren sahen noch einige andere Autohersteller Potential in dieser Technologie. Bis heute ist diese Euphorie aber deutlich geschrumpft. Dies könnte beispielsweise daran liegen, dass der zweite Antrieb verhältnismäßig wartungsintensiv ist und dem E-Auto seine Emissionsfreiheit nimmt. So gelten Fahrzeuge mit Range Extender rechtlich, steuerlich und im Bereich der Förderprämien meist als Hybriden.

Wegen der notwendigen zusätzlichen Energieumwandlungsvorgänge im Antriebsstrang gelten Range Extender darüber hinaus auch als vergleichsweise ineffizient. Sie werden nur noch selten angeboten. Mazda schwimmt mit seinem Range Extender also wieder einmal gegen den Strom. Dasselbe gilt auch für den Wankel. Die Vorteile des Kreiskolbenmotors liegen auf der Hand: Er verbrennt nicht nur Benzin, sondern auch Kraftstoffe, arbeitet besonders leise und kann sehr klein und flach verbaut werden.

Mazdas Range Extender

2010 bewogen diese Vorteile auch Audi dazu, den Prototypen eines Wankel-Range-Extenders vorzustellen. Im Audi A1 wurde ein 12-kWh-Akku, der wiederum einen 45-kW-Elektromotor (61 PS) antrieb, von dem Verbrennungsmotor aufgeladen. Das Projekt verlief sich danach aber wie viele andere Audi-Elektropläne im Sand. Im Jahr 2013 stellte Mazda dann seinen Prototypen vor. Aus Sicht der Japaner ist die gesamte Einheit aus Kreiskolbenmotor, Tank und Generator ein besonderer Vorteil dieser Technik, da sie unter den Kofferraumboden passt. So könnte das System sogar in einem Kleinwagen, wie dem Mazda 2, der kaum Bauraum für zusätzliche Komponenten bietet, verbaut werden. Wenn der Ladestand der Batterie unter 10 Prozent fällt, soll sich der Motor zuschalten. Dies geschieht kaum merklich. Das Surren im Innenraum soll dabei nicht lauter als ein älterer Klimakompressor sein. Bezüglich des Sounds verfügt der neue Mazda außerdem über zwei Generatoren. Während der eine mit einer angenehmen Geräuschmischung aus Lüfter und dem Summen eines Bienenschwarms bis zu 30 km/h außen andere Verkehrsteilnehmer warnen soll, klingt der zweite wie ein Verbrenner und sorgt so für ein besseres Gefühl für die tatsächliche Geschwindigkeit.

Erstes Mazda E-Auto im Stil des CX-30

Es sind bereits Fotos eines neuen Mazda-Modells aufgetaucht. Dabei handelt es sich anscheinend um das erste vollelektrische Auto des Herstellers. Vergleicht man die Bilder mit denen des CX-30, sehen sich beide Modelle zum Verwechseln ähnlich. Das Design von Mazdas erstem E-Auto wird jedoch nicht identisch zum CX-30 sein. Bereits jetzt steht fest, dass es eine völlig neue Karosserie bekommen soll. Diese wird jedoch erst auf der Tokyo Motor Show enthüllt. Was heute schon feststeht ist, dass es wohl ein kleiner SUV wird, dessen Design sich am CX-30 orientiert.

Erspäht wurde der vermeintliche Elektro-Mazda in Norwegen von Jonathan Rodriguez, einem Leser der Seite electrek. Nach seiner Aussage befand sich am Fahrzeug kein erkennbarer Auspuff und auch der Sound des Wagens klang nach dem eines vollelektrischen PKW.

 

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